Volkstrauertag

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Volkstrauertag ist ein wichtiger Tag des Innehaltens. Wir gedenken der Opfer von Krieg, Gewalt und Tyrannenvorherrschaft. Wir erinnern an die Soldatinnen und Soldaten, die an den Fronten ihr Leben verloren, sowie an die zahllosen Zivilistinnen und Zivilisten, die durch Bombenhagel, Verfolgung und Unterdrückung ums Leben kamen.

Der diesjährige Leitgedanke des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge stellt das Thema „Flucht und Vertreibung“ in den Mittelpunkt.

Ein Thema, das uns auf schmerzhafte Weise verdeutlicht, wie nah Vergangenheit und Gegenwart beieinanderliegen. Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, doch die Narben von Flucht, Vertreibung und Heimatverlust begleiten viele Familien in unserer Gemeinschaft bis heute. Gleichzeitig sehen wir täglich in den Nachrichten, dass auch heute Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen müssen, weil Krieg und Gewalt ihnen den Boden unter den Füßen wegziehen.
Der Volkstrauertag ist daher längst nicht mehr nur ein Blick zurück in die Geschichte. Er ist eine drängende Mahnung an uns im Hier und Jetzt: Frieden, Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie erfordern unseren täglichen Einsatz, unseren Respekt füreinander und unsere Mitmenschlichkeit.

Gedenken heißt auch, Verantwortung zu übernehmen – für ein friedliches und solidarisches Miteinander in unserem Ort und darüber hinaus.

Ich lade Sie alle herzlich ein, gemeinsam mit mir und den Fahnenabordnungen unserer örtlichen Vereine am Volkstrauertag der Opfer zu gedenken und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Treffpunkt der Vereine ist um 8:45 Uhr hinter dem Dorfstadel.

Unsere Gedenkfeier findet statt am: So., 15. November, um 9 Uhr, im Anschluss an den Gottesdienst.

Ihre Sybille Schleweck, Ortsvorsteherin

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